Vom 19. Wiener Bezirk ins Gurktal – Barbaras Bio-Martinigansl
Manche Gerichte begleiten einen über viele Jahre. Sie wechseln den Ort, aber nicht ihren Ursprung. Barbaras Martinigansl ist ein solches Gericht.
Schon in ihrer Dorfschenke im 19. Wiener Bezirk bereitete Barbara Bio-Gänse für ihre Gäste zu. Damals wie heute ging es ihr dabei nicht nur um das fertige Gericht. Entscheidend war immer auch die Frage, woher die Gans kommt, wie sie aufgewachsen ist und mit welcher Sorgfalt sie verarbeitet wird.
Im Herbst setzt Barbara diese Wiener Wirtshaustradition in der Dorfschenke bei Ebner 1822 fort – mit Bio-Weidegänsen aus Kärnten und höchstens 20 Menschen am großen Tisch.
Ein Gericht mit Geschichte
15 Jahre lang führte Barbara die Dorfschenke im 19. Wiener Bezirk. In dieser Zeit wurde das Bio-Gansl zu einem jener Gerichte, für die Gäste im Herbst gerne wiederkamen.
Später übernahm sie das traditionsreiche Weinhaus Arlt in Hernals. Barbara stand selbst in der Küche und bereitete Wiener Klassiker aus biologischen Zutaten zu.
Das Weinhaus wurde unter ihrer Führung vom KURIER mit 88 von 100 Punkten bewertet – 43 von 50 Punkten entfielen auf die Küche. 2021 erhielten Barbara die BIO GASTRO TROPHY in der Kategorie „100 Prozent Bio“.
Diese Auszeichnungen waren eine schöne Bestätigung. Wichtiger blieb für Barbara aber immer das, was am Teller und rund um den Tisch geschieht: gutes Handwerk, ehrliche Zutaten und Gäste, die gerne wiederkommen.
Von Wien nach Kärnten
Heute steht Barbara wieder in einer Dorfschenke. Nicht mehr im 19. Wiener Bezirk, sondern im Gurktal.
Vieles ist kleiner geworden. Es gibt keine umfangreiche Speisekarte und keinen großen Gastraum. In der Dorfschenke bei Ebner 1822 essen höchstens 20 Menschen an einem gemeinsamen Tisch.
Geblieben ist Barbaras Art zu kochen. Sie richtet sich nach der Jahreszeit und danach, was gerade in guter Qualität verfügbar ist. Nicht möglichst viel soll auf die Karte, sondern das Richtige auf den Tisch.
So findet auch ihr Martinigansl hier einen neuen Platz – nicht als Erinnerung an früher, sondern als Fortsetzung.
Bio-Weidegänse vom Biohof Granitzer
Die Gänse für das Martinigansl kommen vom Biohof Granitzer aus Stockenboi im Naturpark Weissensee.
Christian Granitzer widmet sich seit 2003 der Aufzucht Kärntner Bio-Weidegänse und gehört zu den Gründungsmitgliedern der ARGE Kärntner Bio-Weidegans. Die Tiere stammen aus Österreich und erhalten bereits ab der sechsten Lebenswoche freien Zugang zur Weide.
Diese Herkunft ist für uns kein Nebensatz. Sie gehört zum Gericht.
Denn gute Küche beginnt nicht erst am Herd. Sie beginnt dort, wo Tiere aufwachsen, Menschen Verantwortung übernehmen und Lebensmittel mit Sorgfalt erzeugt werden.
Barbaras Martinigansl im Gurktal
Ein gutes Martinigansl braucht Zeit. Barbara gibt sie ihm.
Sie kocht nicht für möglichst viele, sondern für einen überschaubaren Kreis von Gästen. In der Gaststube aus Holz, Lehm und Stroh wird gemeinsam gegessen. Wer kommt, nimmt am großen Tisch Platz – vielleicht neben Freunden, vielleicht neben Menschen, die man vorher noch nicht kannte.
Was zählt, ist ein Herbsttag im Gurktal, ein sorgfältig zubereitetes Bio-Martinigansl und genügend Zeit, um es zu genießen.
Termine im Herbst 2026
Barbara serviert ihr Martinigansl an vier Wochenenden:
- 23. bis 25. Oktober 2026
- 30. Oktober bis 1. November 2026
- 6. bis 8. November 2026
- 13. bis 15. November 2026
Jeweils Freitag, Samstag und Sonntag.
Da in der Dorfschenke höchstens 20 Menschen Platz finden, bitten wir um rechtzeitige Reservierung.
Reservierung: Telefon: 0676 540 1016 E-Mail: urlaub@ebner1822.at
Was im 19. Wiener Bezirk begann, findet heute im Gurktal seine Fortsetzung – von einer Dorfschenke zur nächsten.